© Zoo Krefeld Foto Magnus Neuhaus

Der Krefelder Zoo beherbergt auf einer Fläche von 14 Hektar einen Tierbestand von ca. 1000 Tieren aus rund 170 verschiedenen Arten. Der überwiegend in kommunalem Eigentum befindliche Zoo legt seinen Schwerpunkt auf die Haltung von Menschenaffen, Großkatzen, afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vögeln. 2014 besuchten ihn 525.823 Menschen.

Affentropenhaus

Das Gehege der Schimpansen im Krefelder Affentropenhaus

Das Krefelder Affentropenhaus wurde im Jahr 1975 eröffnet. Die Grundfläche des Baus im Gewächshausstil liegt bei 2000 Quadratmetern. Finanziert wurde das erste Tropenhaus durch die Walter-Gehlen-Stiftung und die Zoofreunde Krefeld. Zuhause sind im Affentropenhaus Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas, Krallenaffen, Epauletten-Flughunde und Vögel. Durch eine Temperatur von 20 bis 26 °C wird hier ein tropisches, feucht-warmes Klima gewährleistet. Jeweils hinter einem Trockengraben leben die verschiedenen Affengruppen. Bis 2020 sollen die Orang-Utans und Schimpansen noch Außenanlagen bekommen.

Gorillagarten

Im Krefelder Zoo leben 2014 zwei Gruppen Flachlandgorillas, die sich allerdings nicht begegnen. Im 2012 eröffneten Gorillagarten kann man die Menschenaffen in einem Freigehege in Aktion beobachten. Das Gehege hat eine rund 1.200 m² umfassende Außenanlage mit einem angrenzenden 360 m² großen Gorillahaus. Am 2. Juni 2013 kam hier ein männliches Jungtier zur Welt.

Regenwaldhaus

Das begehbare Regenwaldhaus (2010)

Das Krefelder Regenwaldhaus mit einer Dachkonstruktion aus Plexiglas und Holz wurde 1998 als drittes Tropenhaus des Krefelder Zoos eröffnet. Sein Bau wurde aus dem Nachlass des Krefelder Unternehmers Walter Gehlen finanziert. In ihm leben Blattschneiderameisen, Blumenfledermäusen, blinde Höhlensalmler, Leguane und Stirnlappenbasilisken, sowie Schildkröten und verschiedene Fischarten.

Weißkopfsakis und Zweifingerfaultiere bewegen sich frei durch die 1.100 m² große Halle. Gefährlichere Tiere wie die Keilkopf-Glattstirnkaimane, Vogelspinnen und eine Grüne Anakonda sind hingegen gesichert untergebracht.

 

Pinguin-Pool

Das 2014 eröffnete, 800 Quadratmeter große Gehege für Humboldt-Pinguine und Inkaseeschwalben befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Regenwaldhaus und beherbergt eine Pinguinkolonie von zehn Brutpaaren. Das Terrain für die Pinguine teilt sich in zwei Drittel Landfläche und ein Drittel Wasserfläche auf. Vorbild für die Gestaltung des neuen Geheges, insbesondere der Kunstfelswand, war der natürliche Lebensraum der Pinguine: die Küstenregionen von Nordchile und Peru am kalten Humboldtstrom. Die gesamte Anlage wurde mit einer Netzkonstruktion überspannt, so dass neben Humboldt-Pinguinen auch Inkaseeschwalben gehalten werden können. Humboldt-Pinguine sind zwar mit zwei Gefiederschichten ausgestattet, aber für besonders frostige Winter steht den Bewohnern der Anlage ein kleines Warmhaus zur Verfügung. Besucher können die Tiere direkt in der begehbaren Anlage auch unter Wasser beobachten.

Afrika-Wiese

Die Afrika-Wiese im Krefelder Zoo ist 1,5 Hektar groß und stellt einen Ausschnitt einer Savannenlandschaft dar. In der offenen Landschaft leben Ellipsenwasserböcke, Kudus und Blauhalsstrauße. In der angrenzenden Anlage findet man Zebras. Der Weg zur Afrika-Wiese führte über mehrere Bauabschnitte. Anfang 2014 erfolgte die Fertigstellung einer Stallanlage für die Antilopen und Strauße.

Großtierhaus

Das Großtierhaus wurde 1977 errichtet. Es beherbergt zwei asiatische Elefanten, eine Spitzmaulnashorn-Familie und ein Zwergflusspferd. Ein aktuelles Mitglied der Nashorn-Familie ist unter anderem das im Juli 2013 geborene Nashornkalb Nabila. Sie war der vierte Nachwuchs von Nashornkuh Nane. Der Zoo Krefeld ist einer von fünf Zoos in Deutschland, die Nachzuchterfolge bei dieser afrikanischen Tierart erzielen können.[10]

2010 wurde umgebaut und die Elefantenhaltung von der Kettenhaltung auf die Boxenhaltung umgestellt. Grundlage dafür waren neue Erkenntnisse zum Sozialverhalten der Tiere und veränderte Haltungsvorschriften. Seitdem können die beiden Elefantenkühe Rhena und Mumptas Mahal die Nachtstunden verbringen, ohne angekettet zu sein.

Nashornanlage

Im April 2015 begannen die Bauarbeiten an der neuen Nashornanlage, die direkt an die große Afrikawiese angrenzt. Die Bauarbeiten sollen bis Frühjahr 2016 komplett abgeschlossen sein.

Schmetterlingsdschungel

2010 wurde der Schmetterlingsdschungel im Zoo Krefeld eröffnet. Bis zu 200 Schmetterlinge leben dort in tropischer Vegetation. Dazu gehören unter anderem der Blaue Morphofalter oder der „Giftmischer“ Passionsblumenfalter. An den Raupenkästen des Schmetterlingsdschungels lässt sich der Schlupf der Falter mitverfolgen. Dort kann der gesamte Lebenszyklus eines Schmetterlings vom Ei über Raupe und Puppe bis zum erwachsenen Falter beobachtet werden.