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Marienkirche in Hilden

Das sogenannte Engelsgestühl galt bis zu seiner Zerstörung am Kriegsende als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Schlesiens. Das um 1700 aufgestellte Gestühl schmückten zehn musizierende Engel und rund 50 Puttos, umgeben von reichem Akanthuswerk. Diese Schnitzereien wurden von Matthias Steinl (1644 - 1727), einen der vielseitigsten, tüchtigsten und meistbeschäftigten Künstler des österreichischen Barock geschaffen. Provinzialkonservator Grundmann konnte noch 1944 schreiben, "das Jubilieren und Musizieren auf allen erdenklichen Instrumenten überströmt den Betrachter wie ein festlicher Rausch weltlicher Herrlichkeit". Kurze Zeit darauf wurde das prachtvolle Chorgestühl zerlegt, teilweise ausgelagert und der Rest nach dem Krieg in Leubus mutwillig verbrannt. Heute gibt es nur noch wenige Reste, u. a. gegenwärtig in der Ausstellung des Breslauer Nationalmuseums im Briger Schloß zu sehen.

Marienkirche in Hilden

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