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Das Aachener Tor in Jülich

Das Aachener Tor oder auch Rurpforte in Jülich ist ein Überrest der frühneuzeitlichen Stadtbefestigung und wurde angeblich um das Jahr 1548 im Zuge der Neubefestigung Jülichs nach dem verheerenden Stadtbrand 1547 begonnen. Der Architekt ist Alessandro Pasqualini, der für den Ausbau der Stadt und ihrer Befestigung verantwortlich zeichnete. Hinter dem Tor erhob sich der Stadtteil Jülichs, der beim Stadtbrand vergleichsweise unbeschädigt geblieben war, wovon auch der erhaltene mittelalterliche Hexenturm aus dem 14. Jahrhundert zeugt. Das Aachener Tor war für über dreihundert Jahre der Hauptzugang zur Stadt aus westlicher Richtung und schwer befestigt. Über dem Torbogen stand ein Torhaus aus Ziegeln mit Verzierungen aus Blaustein, das in einem Feld über dem Tor bis 1798 eine Steintafel mit folgender Aufschrift trug: "GVILIELMVS DVX JVLIAE, CLIVIAE ET MONTIVM HOC PROPVGNACVLVM IN SALVTEM PATRIAE EXTRVXIT ANNO A PARTVR VIRGINIS MDXXXXVIII" Sie kennzeichnet Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg als Bauherrn und datiert das Tor auf das Jahr 1548. Eine ähnliche Tafel fand sich am Kölntor.

Das Aachener Tor in Jülich © Wikipedia

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