Freizeit & Ausflug

Johanneskapelle in Rietberg

Durch die in größerem Abstand aufgestellten 7 Bildstöcke des Wiedenbrücker Bildhauers Joseph Guidobald Licht wird der Wanderer mit dem Leben und Martyrium des heiligen Nepomuk vertraut gemacht. In Ihrer Anlage und Darstellung sind sie weltweit einmalig. Der Legende nach mußte der heilige Nepomuk den Tod des ertrinkens in der Moldau erleiden, weil er das Beichtgeheimnis der Königin bewahren wollte. Am heutigen Standort der Kapelle befand sich bereits 1723 gegenüber der Schloßauffahrt eine Statue des heiligen Nepomuk als Stiftung des Grafenpaares Maximilian Ulrich und Maria Ernestine von Kaunitz-Rietberg. 1747 wurde der Bau der Kapelle begonnen. Die Bildstöcke errichtete man 1751. Die Kapelle, die sicherlich Rietberg bedeutendstes Baudenkmal darstellt, wurde nach Plänen eines unbekannten mährischen Meisters errichtet, der durch Gräfin Maria Ernestine nach Rietberg gesandt wurde. 1753 waren die Arbeiten an Kapelle und Ausstattung im wesentlichen abgeschlossen. Den bis dahin fehlenden Außenputz erhielt das Bauwerk erst im Rahmen der Renovierung von 1978 bis 1981. Noch immer kommen gläubige Wallfahrer am Sonntag nach Pfingsten an der Johanneskapelle zusammen.

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