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Schwedenkreuz in Bergneustadt

Hier wurde also vor nun schon mehr als 300 Jahren der Kämmerer der Stadt Drolshagen erschossen. Von den Schweden? Wie kommen denn schwedische Truppen in diese abgelegene Gegend? Nun, so entlegen war damals das auf der luftigen Höhe gelegene Belmicke nicht. Im Mittelalter führte die große Handelsstraße Köln-Olpe (die heute über Wiedenest-Wegeringhausen führt) über die höchstens 500 Meter von Belmicke entfernte Höhe des sogenannten Blumenhagen. Von der rheinischen Seite herauf führte die Handelsstraße über die Höhe östlich von Oberderschlag nach Baldenberg-Hecke bis zum Benolper-Kopf, wo sie das heutige Westfalen erreicht hatte. Von hier aus zog sie sich genau östlich durch den Wald zur Reckhammerbrücke und nach Drolshagen-Olpe weiter. Der Belmicker Hof und die vier oder fünf Häuser von Brüchen lagen also im Gegensatz zu heute sehr nahe an einem Hauptverkehrsweg. Ein Abstecher nach hier nahm nicht viel Zeit in Anspruch. Außerdem wurden auch die benachbarten kleinen Städte Drolshagen, Olpe, Neustadt und nicht zuletzt auch die alte Hansestadt Attendorn in den Jahren 1635 bis 1640 mehrmals von den Schweden heimgesucht. Ein weiterer Beweis für die kriegerischen Besuche in diesem Grenzgebiet zwischen Rheinland und Westfalen sind die sogenannten Schwedenschanzen in den dortigen Wäldern.

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