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Stiftskirche Neuenheerse in Bad Driburg

Die Stiftskirche in Neuenheerse wurde als dreischiffige Säulenbasilika 1100 – 1130 errichtet und später zur gotischen Hallenkirche umgebaut. Sie besitzt einen der ältesten und wertvollsten Reliquienschätze sowie den ältesten Bischofssiegelabdruck Deutschlands. Die Krypta mit Confessio stammt aus dem Jahr 1107, die historische Orgel aus dem Jahr 1713. Die mächtige Kirche des ehemaligen Stiftes Neuenheerse, im Volksmund "Eggedom" genannt, überragt – auf der Straße zwischen Altenbeken und Willebadessen schon von weither imponierend sichtbar – die übrige Bebauung und die hohen Bäume des gleichnamigen Ortes. Das Kanonissenstift Neuenheerse wurde 868 vom Paderborner Bischof Liuthard und seiner Schwester Walburga als hochadeliges freiweltliches Damenstift gegründet. 871 erhielt es Immunitätsrechte und Privilegien. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 blieb das adelige freiweltliche Damenstift zwar noch bestehen, wurde aber gleichzeitig als Versorgungsanstalt für adelige preußische Offizierswitwen ausgewiesen. 1810 wurde das Stift endgültig aufgehoben. Die Kirche blieb katholische Pfarrkirche des Ortes. Das Abteigebäude gehört heute den Missionaren vom kostbaren Blut, die auf dem ehemaligen Stiftsgelände 1956 ein Gymnasium errichteten. Ein Teil des ehemaligen Abteigebäudes wird heute als Haus des Gastes von Neuenheerse genutzt.

Stiftskirche Neuenheerse in Bad Driburg

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