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Gegen Ende des 16. Jh. setzte sich der erste Herr von Syberg auf Haus Voerde, ein Schüler Luthers, sehr für den neuen Glauben in Voerde und Götterswickerhamm ein. Die Voerder hatten jedoch noch keine eigene Kirche, so dass die Gottesdienste in Haus Voerde abgehalten wurden. Erst im Jahre 1704 liess Genoveva Maria von Syberg für die inzwischen reformierte Gemeinde eine eigene Kapelle mit Predigerwohnung bauen. Leider war das Gebäude trotz des "guten Drahtes nach oben" gegen Unwetter nicht gefeit, durch einen Blitzschlag getroffen, brannte es 1854 ab. Von der Kirche blieben jedoch die Fundamente und Umfassungsmauern erhalten, sie dienten als Grundlage für den Neubau der jetzigen Kirche im Jahre 1859. An den ersten Kirchbau erinnert auch der heute noch erhaltene Totenkeller unter dem Altarraum. Die Kirche wurde als Saalkirche mit dreiseitigem Schluss errichtet. In die Außenwände mit breiten Lisenen und Spitzbogenfriesen kamen schlichte schmale, hohe Fenster mit Spitzbogen. Das Rundfenster im Chor wurde 1935 ergänzt. An der Stirnseite wurde für die Glocke ein Türmchen aufgesetzt. Der spitze Turmhelm bekam eine Blechverkleidung und als Wetterfahne das ursprüngliche Siegel der reformierten Gemeinde: eine Taube mit Ölblatt im Schnabel.
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Ev. Kirche in Voerde |