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An der ehemaligen Straßengabelung, dort, wo sich die Wege von Drensteinfurt nach Sendenhorst und von Drensteinfurt nach Albersloh teilen, steht hinter einer Baumgruppe, von dieser z.T. verdeckt, die Loretokapelle. Die Kapelle gehört zum Typus der Loretokapelle, d.h. sie wurde in ihrer Form dem heiligen Haus zu Nazareth nachempfunden. Für Westfalen stellt dieser Typus eine ungewöhnliche Besonderheit dar. Die Drensteinfurter Loretokapelle besteht aus drei Teilen: der westliche Teil ist eine nach drei Seiten offene Vorhalle, von der durch eine Fensteröffnung Einblick in die Kapelle genommen werden kann. Über den Eingangstüren befinden sich jeweils Reliefs in Sandstein, die die Verkündigung und die Translation des Hauses von Nazareth nach Loreto visualisieren. Diese beiden Bereichte des Backsteingebäudes werden durch ein pfannengedecktes Walmdach abgeschlossen. Ein kleiner Dachreiter mit einer Glocke wurde auf den First aufgesetzt. Auf dem Gelände des sogenannten Kapellenhofes auf dem Heubrink wurde 1726 die Loretokapelle durch Lambert Friedrich Corfey erbaut. Diese Kapelle war der Nachfolgebau einer 1666 errichteten Johanneskapelle. Diese lag in unmittelbarer Nähe des Siechenhauses. Der Neubau der Loretokapelle hatte eine "Wallfahrtswelle" zur Folge. Ein Franziskaner, der das neben der Kapelle errichtete Haus bewohnte, hatte sich um den Wallfahtsbetrieb zu kümmern. Vor allem die Verehrung der Mutter Gottes und des hl. Lazarus und ihrer Bilder standen im Vordergrund der Anliegen der Pilger. 1887 wurde die Loretokapelle durch den erwähnten Gruftbau erweitert. |
Loretokapelle Drensteinfurt |