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Fast 300 Jahre lang diente das reine und weiche Wasser der Niese bei Schieder der Familie Plöger zur Papiererzeugung. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam durch die Erfindung der Papiermaschine (Langsieb-Papiermaschine 1798, Rundsiebmaschine 1805) und des Rohmaterials Holzschliff (1843/44) die maschinelle Massenproduktion von Papier auf. Wie viele andere kleinere Papierhersteller musste sich auch die Familie Plöger den geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Industrialisierung anpassen. Die Papierproduktion durch Handschöpfen wurde eingestellt. An ihre Stelle trat in der Hauptsache die Fabrikation von Aktendeckel mit Hilfe der gegen Ende des 19. Jahrhunderts erworbenen Rundsiebmaschine, deren Antrieb durch Wasserkraft erfolgte.
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Papiermühle Plöger Schieder-Schwalenberg |