Schloss Schwansbell in Lünen

Das heutige Schloss zählt zu den jüngsten Adelshäusern in Westfalen. Es wurde 1872 bis 1875 nach den Plänen des Dortmunder Baumeisters Fritz Weber erbaut. Damals entstand der dreigeschossige Bau mit einem Untergeschoß, flankiert von zwei sechseckigen Türmen an der Nordseite. Der an der Ostseite liegende Zugang läßt Reste einer Allee erkennen, deren Straße früher als Auffahrt diente. Über dem Portal befindet sich als Schmuckelement das Wappen der Familie Westerholt-Gysenberg. Allerdings haben beide Schwäne als Wappenhalter nichts mit Schwansbell zu tun. Die Nordseite des Schlosses zeigt einen überdachten Balkon im ersten Obergeschoss und einen offenen im zweiten Geschoss des Mittelrisalits. Bei aller Schlichtheit der Ausführung ist der Einfluss der englischen Neugotik unverkennbar.